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Schlaflos nach dem Training

Viele Sportler kennen dies, nach einem intensiven Training liegt man hellwach im Bett, ist schon bei Schaf 1001, aber die Müdigkeit will und will einfach nicht über einen kommen. Die Ursachen sind natürlich vielfältig. Die Ernährung kann aber hier eine sehr wichtige Rolle spielen.

Jürg Hösli

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Schlaflos nach dem Training

Viele Sportler kennen dies, nach einem intensiven Training liegt man hellwach im Bett, ist schon bei Schaf 1001, aber die Müdigkeit will und will einfach nicht über einen kommen. Die Ursachen sind natürlich vielfältig. Die Ernährung kann aber hier eine sehr wichtige Rolle spielen.

Während dem Training sind wir auf Leistung eingestellt, Stresshormone aktivieren unseren Körper und stellen maximale Energie bereit. Wir sind sozusagen physiologisch gesehen auf der Jagd. Natürlich beeinflusst dies auch die Psyche massgeblich, wir sind sehr präsent und wach. Je intensiver nun das Training ist, desto höher wird selbst verständlich auch der Körper mit all seinen Funktionen hochgefahren. Der Körper ist jedoch nicht nur während dem Training in einem erhöhten Stoffwechselzustand, sondern auch nach dem Training. Dies sorgt dafür, dass wir auch in dieser Phase immer noch leicht aktiviert bleiben. Je schlechter nun die Ausdauerfähigkeit mit den regenerativen Kapazität eines Sportlers, desto höher ist nun die Aktivierung auch der Psyche und führt dann dazu, dass wir wach im Bett liegen und keine Ahnung haben, wie wir nun endlich den Schlaf finden sollen. Wer dieses Gefühl langanhaltend hat, der sollte dies dringend die Intensität und seine Ernährung überdecken.

Die erwähnte Problematik entsteht dann, wenn der Körper im Verhältnis zur abverlangten Leistung zu wenig fit ist. Dann erhöhen wir dadurch im Körper den Stresszustand und verringern somit die Schlafqualität. Dies hat nun direkt mit der Ernährung zu tun, denn die Ernährung ist ein wichtiger Faktor in der Regeneration. Der am meisten begangene Fehler ist das Streichen der Kohlenhydrate abends oder rund ums Training trotz einer sehr hohen Intensität. Dadurch werden Stresshormone nicht mehr gesenkt, weil der Körper mit Hilfe von Stresshormonen Eiweiss abbaut und daraus Kohlenhydrate herstellt. Die Folge ist, dass der Körper in einem latenten Stresszustand ist. Der Körper braucht für intensive Anstrengung Kohlenhydrate und kann bis zu 90g Kohlenhydrate pro Stunde Sport resorbieren, für alle sehr schlanken Sportler ist dies auch sehr empfehlenswert, denn so kann ein Unwohlsein nach dem Training, welcher bis zu einem leichten Brechreiz gehen kann, die Folge einer oft massiven Unterzuckerung, vermieden werden. Nach dem Training sorgt dann ein Milchdrink gemixt mit Beeren, Zimt, ev. sogar Kräuter und ein wenig Grüntee für eine schnelle Regeneration durch die Nötige Portion Kohlenhydrate, Protein und Antioxidantien.

Wer dann immer noch nicht schlafen kann, dem kann ein altes Hausmütterchenrezept helfen: Warme Milch mit Honig. Die Aminosäure Tryptophan, welche in der Milch vermehrt vorhanden ist, bildet die Vorstufe des Entspannungshormons Serotonin, welches den Körper in den Schlaf geleitet. Durch den Honig bildet der Körper ein wenig von Speicherhormon Insulin, welches alle Aminosäuren in die Zellen drückt, ausser besagtem Tryptophan. Dieses gelangt nun vermehrt über die Blut – Hirn – Schranke ins Hirn und sorgt für Tiefenentspannung ein einen baldigen wohligen Schlaf. 

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