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Phosphatidylserin - Essentiel für das Gehirn

Bei Phosphatidylserin handelt es sich um ein natürliches Phospholipid, welches im gesamten Körper, konzentriert jedoch im Gehirn und Zentralnervensystem vorkommt. Phosphatidylserin ist ein lebenswichtiger Nährstoff für die Hirnzellen und spielt eine zentrale Rolle bei deren Signalübermittlung.

Michi Würzer

Phosphatidylserin

essentiell für das Gehirn

Bei Phosphatidylserin handelt es sich um ein natürliches Phospholipid, welches im gesamten Körper, konzentriert jedoch im Gehirn und Zentralnervensystem vorkommt. Phosphatidylserin ist ein lebenswichtiger Nährstoff für die Hirnzellen und spielt eine zentrale Rolle bei deren Signalübermittlung. Es unterstützt Gehirnzellen dabei, Informationen zu speichern und abzurufen. Phosphatidylserin wird mit der Nahrung zugeführt oder im Körper selbst gebildet. 
Ein Mangel bedeutet geringere Leistungsfähigkeit der Hirnzellen, und damit reduzierte Gedächtnisfähigkeit und Konzentrationsstörungen. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass ältere Menschen eine geringere Produktion und somit einen Mangel an Phosphatidylserin aufweisen, wodurch der Stoff einer der Schlüssel beim Auftreten des Verlusts der Merk- und geistigen Leistungsfähigkeit im Alter ist. 
Bei einer Phosphatidylserin-Unterversorgung funktioniert die Signalübertragung im Gehirn nicht mehr optimal. Das Gehirn muss zur Kompensation ein viel höheres Aktivitätsniveau fahren. Dies geschieht über die vermehrte Freisetzung von Stresshormonen mit den damit verbundenen Nachteilen. 

Phosphatidylserin-Mangel

Warum aber ist die Versorgung von vielen Menschen – sogar von Kindern – oft nicht mehr ausreichend? Die Antwort klingt paradox: Wir ernähren uns gesund, haben gelernt, fett- und cholesterinhaltige Nahrungsmittel zu reduzieren und verzichten immer öfter auf Innereien (Leber, Niere, Milz) und Wurstwaren. Doch genau diese Lebensmittel sind reich an Phosphatidylserin. Die (eigentlich sinnvolle) fett- und cholesterinreduzierte Ernährung führt dazu, dass die notwendige Zufuhr von 200 bis 300 Milligramm Phosphatidylserin pro Tag in vielen Fällen nicht mehr gewährleistet ist.

Phosphatidylserin und kognitive Leistungsfähigkeit

Die positive Wirkung von Phosphatidylserin auf die kognitive Leistungsfähigkeit wurde bereits in mehr als 30 internationalen Studien belegt. Ab dem vierzigsten Lebensjahr beginnt der natürliche Alterungsprozess des Gehirns. Im höheren Alter kommt es zu Störungen sämtlicher physiologischer und biochemischer Zellfunktionen. Diese altersbedingte Hirnleistungsminderung wird von der American Psychiatric Association und der American Psychological Association als Age Related Cognitive Decline (ARCD) und Age Associated Memory Impairment (AAMI) definiert. Ältere Patienten, die Phosphatidylserin einnahmen, konnten signifikante Verbesserungen in mentaler Leistung, Verhalten und Stimmung vorweisen. Die tägliche Zufuhr von 100-300 Milligramm Phosphatidylserin führt zu einer Verbesserung der Merk- und Lernfähigkeit, erhöht die Aufmerksamkeit und steigert das Konzentrationsvermögen. Diese Wirkung liess sich bisher nur mit Phosphatidylserin und nicht mit anderen Phospholipiden nachweisen.

Phosphatidylserin und Stressprävention

Auch Stressreaktionen können durch eine Unterversorgung von Phosphatidylserin, dem wichtigsten Signalüberträger für das Nervenzellennetzwerk im Gehirn, hervorgerufen werden. Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsschwächen und Vergesslichkeit sind die häufigen Folgen, die sich gerade am Arbeitsplatz und in der Schule äusserst ungünstig auswirken können. Mentaler Stress tritt auf und die enorme Informationsflut unserer modernen Arbeitswelt lässt sich nicht mehr bewältigen. Eine tägliche Zufuhr von 100-300 Milligramm Phosphatidylserin steigert die Merk- und Lernfähigkeit sowie auch die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit. Das Gehirn arbeitet konzentrierter, flexibler und effektiver. 

Überaktive Kinder

Phosphatidylserin-Mangel führt zu Unaufmerksamkeit und Konzentrations-Störungen. Das kann zu Überaktivität bei Kindern führen, unter der bereits zehn Prozent aller Schulkinder leiden.

Aufmerksamkeits-Defizite 

Aufmerksamkeits-Defizite betreffen ca. 3-5% der Schulkinder, wobei diese Zahl regional sehr schwanken kann. Sie sind gekennzeichnet durch altersunangemessene Impulsivität, Konzentrationsmangel und manchmal Überaktivität. Darüber hinaus kommen Lern- und soziale Anpassungsschwierigkeiten vor. 
Bei jüngeren Menschen und sogar bei Kindern kommt es offensichtlich häufig zu Engpässen in der körpereigenen Produktion von Phosphatidylserin. Ist der Phosphatidylserin-Spiegel im Gehirn zu niedrig, wirkt sich das negativ auf die Signalübertragung aus. Um diesen Unterschied im Hirn-Aktivitätsniveau wieder auszugleichen, werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet. Führt man dem Gehirn genügend Phosphatidylserin zu, funktioniert die Signalübertragung im Gehirn wieder auf normalem Weg. 
In einer Studie mit ADS-Kindern zeigte Phosphatidylserin in 92% der Fälle eine deutliche Verbesserung.

Stimmungsschwankungen

Niedrige Werte von Phosphatidylserin im Gehirn werden mit verschlechterter mentaler Funktion und Stimmungstiefs in Zusammenhang gebracht. Diese Symptome findet man häufig bei älteren Menschen, bei denen eben oft eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet ist.

Alterungsprozess

Das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit ist ein ganz normaler altersbedingter Vorgang. Tatsache ist ausserdem, dass sich die Fähigkeit, alltägliche Gedächtnis- und Denkaufgaben auszuführen, bei einem gesunden Erwachsenen über die Dauer seines Lebens um bis zu 50% verschlechtern kann. Der Rückgang der geistigen Fähigkeiten wirkt sich bei vielen älter werdenden Menschen, die ihre Lebensqualität hierdurch eingeschränkt sehen, negativ auf Stimmung und Verhalten aus. Gerade bei Menschen, die aufgrund nachlassender kognitiver Fähigkeiten bestimmte Aufgaben des täglichen Lebens nicht mehr bewältigen können, führt dies häufig auch zu Veränderungen der Persönlichkeit, geringer Selbstachtung und Zurückgezogenheit. Als wichtiger Nährstoff für das Gehirn kann Phosphatidylserin den altersbedingten Abbau der kognitiven Fähigkeiten zum Teil deutlich mildern. Mindestens ein Dutzend Studien ergaben eine signifikante Verbesserung von Lernfähigkeit, Gedächtnisleistung, Konzentrationsfähigkeit und Abrufbarkeit von Gedächtnisinhalten.

Sportliche Leistungsfähigkeit

Der Golfsport stellt hohe Anforderungen an das psycho-neuromuskuläre System und bietet sich deshalb als Referenzsportart stellvertretend für andere Sportarten mit ähnlichen Voraussetzungen an. Eine Pilotstudie „Golfspezifische Leistung und Supplementation“ untersuchte die Auswirkungen einer sechswöchigen Verabreichung von Phosphatidylserin auf die golfspezifische Leistungsfähigkeit. Studienteilnehmer waren 33 Golfer im frühen Erwachsenenalter. Die golfspezifische Leistungsfähigkeit beim vollen Golfschwung, beim Puttspiel und die emotionale Verarbeitung von Stress wurden mittels Scores, Ballflugkurven, Bodenreaktionskräfte, Schlägerführung, visuellen Analogskalen und einer Befindlichkeits-Skala gemessen. Phosphatidylserin verbesserte die golfspezifische Leistungsfähigkeit durch Minderung der negativen Stresswirkung. 

Dosierung

Die übliche Phosphatidylserin-Anfangsdosis liegt bei 300 mg; nach einem Monat genügt im Allgemeinen für die Gesundheitsvorsorge eine tägliche Unterhaltungsdosis von 100 mg. Wissenschaftlichen Studien zeigen erste Verbesserungen am Ende des ersten Monats nach Beginn der Einnahme.